Mehr Sicherheit für Michelstadt: Stadtparlament unterstützt Initiativen von CDU und ÜWG einstimmig

Mehr Sicherheit für Michelstadt: Stadtparlament unterstützt Initiativen von CDU und ÜWG einstimmig

Zwei Anträge, ein gemeinsames Ziel: Mehr Sicherheit für die Menschen in Michelstadt und ein besserer Schutz unserer historischen Kulturgüter. Die Stadtverordnetenversammlung hat zwei entsprechende Prüfanträge von CDU und ÜWG einstimmig beschlossen.

Die Vorfälle der vergangenen Monate haben gezeigt, dass Handlungsbedarf besteht. Brennende Altkleidercontainer, Einbrüche, Schmierereien am historischen Marktbrunnen und eine Detonation unmittelbar am Rathaus haben die Menschen in Michelstadt beschäftigt. Besonders erschütternd war ein gezielter Böllerwurf in ein Kinderzimmer, bei dem ein 14-jähriges Mädchen ein Knalltrauma erlitt.

Für die CDU Michelstadt steht fest: Die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger müssen ernst genommen werden. Bereits in unserem Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026 haben wir die Sicherheit im öffentlichen Raum und den Schutz der Menschen in Michelstadt als wichtige Ziele formuliert. Mit den beiden gemeinsam mit der ÜWG eingebrachten Anträgen greifen wir dieses Anliegen nun konkret auf.

Videoüberwachung am Marktplatz prüfen

Der Magistrat soll untersuchen, unter welchen rechtlichen, technischen und organisatorischen Voraussetzungen eine kommunale Videoüberwachung am historischen Marktplatz möglich ist. Dabei sollen die Möglichkeiten des reformierten Hessischen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes berücksichtigt werden.

Ziel ist keine flächendeckende Überwachung, sondern ein gezielter und datenschutzkonformer Einsatz zum Schutz der Menschen und der historischen Bausubstanz – beispielsweise in den Abend- und Nachtstunden.

Gemeinsam für mehr Sicherheit im Mümlingtal

Der zweite Antrag richtet den Blick über die Michelstädter Stadtgrenzen hinaus. Geprüft werden soll eine engere Zusammenarbeit der Ordnungsämter von Michelstadt, Erbach, Bad König, Oberzent und Höchst.

Auch die Jugend- und Sozialarbeit sowie die Verwaltungsspitzen sollen in eine solche Kooperation eingebunden werden. Eine enge Abstimmung mit der Polizeidirektion Erbach ist dabei ausdrücklich vorgesehen.

„Wir dürfen nicht wegschauen. Wir müssen agieren!“

Der CDU-Stadtverordnete Nikolaus Graf zu Erbach-Fürstenau machte in seiner Rede deutlich, weshalb die beiden Initiativen notwendig sind:

„Wenn Menschen in den eigenen vier Wänden nicht mehr sicher sind und unsere historischen Kulturgüter attackiert werden, dann müssen wir als Kommunalpolitik Handlungsfähigkeit zeigen. Wir dürfen nicht wegschauen. Wir müssen agieren!“

Dass beide Anträge einstimmig angenommen wurden, ist ein wichtiges Signal. Die Sicherheit der Menschen in Michelstadt ist eine gemeinsame Aufgabe, die über Fraktionsgrenzen hinweg Unterstützung verdient.

Nun ist der Magistrat am Zug: Bis zur nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung sollen die Prüfergebnisse und mögliche Umsetzungsvorschläge vorliegen.

Zurück zum Blog